Bilder zum geschichtlichen Hintergrund

  Die Göttin Inanna nackt auf einem Stier
  im Tor des Hochzeitshauses.
  Abbildung nach einem Rollsiegel
 
 

 

 

 


Ur,
Das vielgepriesene Ur.
Ach ... schon der Name dieser unter-gegangenen Stadt birgt einen Zauber.
Die Königin der Städte des Alten Reiches!
Die schönste aller Städte!
Die Stadt der Künstler und Handwerker.
Welch andere Stadt ist je von einem herausragenden Kenner und Liebhaber der holden Musik verwaltet worden...
Schulgi, der junge König spielte meisterlich auf der Lyra.

Ach ... Ur,
Mit deinen Tempeln und Musikschulen.
Und dem Stufenturm aus gebrannten Ziegelsteinen und einer Tempeltreppe aus drei Läufen
mit jeweils über hundert Stufen ...
Und der Spitze des Tempels mit dem lieblichen Schrein
Wo die Könige an Festtagen der Göttin beiwohnten.

Mit deinen Kanälen nach Norden, Süden, Osten und Westen,
die aus den Wassern des mächtigen Flusses Euphrat gespeist wurden.
Ur, das Land des Flusses und der Bäume;
Euphratpappel, Babylonweide, Tamariske,
Zypresse und Aleppo-Kiefer.
Seltene und kostbare Waren kamen nach Ur;
Ebenholz und Sandelholz aus Indien
Libanonzeder aus dem Norden
Elfenbein und Gold aus dem Lande Ophir und Ägypten Silber und Lapislazuli aus Persien
Perlmutt aus Dilmun

Aber das ist nun alles vorbei ...


  Nanna, der Mondgott, war der Beschützer von Ur.

  Rekonstruktionszeichnung der Nanna-Zikkurat,
  des Tempels, der Ihm zu Ehren errichtet wurde.

 

  

  Ningal

Freilegung der Zikurat von Ur; William Boutcher                               

 

 

 











Heil Euch, Ihr Handwerker von Ur,
Heil Euch, Ihr Schmiede und Künstler,

Ferne Erinnerung aus Atlantis
ließen Euch große Meisterwerke errichten

Doch dies sind die größten:
Drei Lyren aus Gold und Silber
für die Könige von einst
Dazu goldene Becher und Dolche.

Eine Goldene Lyra für Pu-Abi
Der Königin und Priesterin Ningals.

Eine Lyra die Göttin zu preisen -
Eine Lyra die Menschen auf ihren letzen
Tanz zu begleiten -

Eine Lyra die Menschen zu trösten
auf ihrer letzten Reise zu den Göttern.

  Der Tempel von Ur heute

   
     

 Aus Muschelplatten geschnittene Bilder  mit  magischer Bedeutung auf der  Vorderseite  einer goldenen Lyra


Die Dienerschaft der Königin stieg singend in ihr Grab.
Stark durch den Glauben, auf den Weg zu den Göttern zu sein, schritten sie zur Musik einer Lyra aus Gold und
Lapislazuli die Rampe hinab.

Mit dem Hinscheiden der Königin verstummte die Lyra in der Todesgrube tief unter der Erde.

Viereinhalb Jahrtausende lang wusste niemand mehr um die Macht der Sternenklänge.

Bis sie eines Tages wieder gefunden wurde ...
in einem neuen Zeitalter ...
und wieder zerstört wurde durch das feurige Schwert des Krieges, das in dieses Land getragen wurde.

Doch Pu-Abi und die Göttin sind erwacht und warten,

Und die Lyra spürt, dass ihre Zeit gekommen ist ...

Die Städte der Sumerer
an den Flüssen Euphrat und Tigris

 

Ausschnitt der Mosaikstandarte
von Ur
Aus den Königsgräbern von Ur
(ca. 2500 v.Chr.)

 

 

 


 




 Musikanten mit einer Stierkopflyra unterhalten ein
 Festmahl.
 Abdruck eines Rollsiegels aus den Königsgräbern von Ur 
  (ca. 2500 v. Chr.)